In dieser Ausstellung erscheint der Vocho nicht als bloßes dokumentarisches Objekt, sondern wird zum Knotenpunkt deutscher Industriegeschichte mit ihrer Transformation im mexikanischen Kontext, verknüpft persönliche Erinnerungen mit kollektiven Erfahrungen und öffnet einen Raum zwischen Herkunft und Gegenwart. Aus diesen Überlagerungen entsteht ein vielschichtiges Bild von Identität – geformt durch Migration, durch Aneignung und durch die fortwährende Bewegung zwischen zwei Kulturen.
Der Künstler arbeitet dabei mit analogen und digitalen Fotografien, Collagen und Archivmaterial, das er auf Märkten in Mexiko-Stadt entdeckt hat. Aus Bildern, die beinahe vergessen waren, entwickelt er so eine vielschichtige Ausstellung. Dabei geht es nicht darum, Vergangenheit festzuhalten, sondern ihre Veränderlichkeit ästhetisch erfahrbar zu machen.